Die alles entscheidende Alternative
1. Korinther 15,12-28
Ist Jesus wie jeder andere Mensch im Grab verwest? Ist er allenfalls noch in der Erinnerung seiner Anhänger lebendig, die das Gedächtnis an sein irdisches Wirken hochhalten? Dann wäre das Christentum das grandioseste religiöse Schwindelunternehmen aller Zeiten: Verkündet es doch seit 2000 Jahren, dass Jesus leibhaftig von den ist die Frage nach Toten auferstanden und zur Rechten Gottes erhöht sei...
Es sind die Aussagen des Paulus selbst, die zu solch radikalen Schlussfolgerungen Anlass geben. Denn schon der Apostel bringt es gegenüber Kritikern der Auferstehung Jesu auf den Punkt: Entweder ist Jesus von den Toten auferstanden. Dann haben wir allen Grund zur Hoffnung, dass auch wir nach unserm Tode einmal auferweckt werden. Oder Jesus ist nicht auferstanden, dann ist alles Predigen und Glauben vergeblich (Vers 14); ja, dann sind die Christen die elendsten unter allen Menschen (Vers 19).
Für Paulus selbst steht außer Zweifel, dass Jesus leiblich von den Toten auferstanden ist. Der Auferstandene hat sich ihm ja selbst auf dramatische Weise offenbart – damals, auf dem Weg nach Damaskus. Und es gibt eine lange Liste von Zeugen, von denen etliche zur Zeit der Abfassung des Korintherbriefes (ca. 20 Jahre nach dem Ereignis) noch leben und darum befragt werden können (Verse 5-8). Dass die Begegnungen mit dem Auferstandenen somit zu den am besten bezeugten Ereignissen der Antike gehören, kann nicht bestritten werden. Es sei denn, man hält die Zeugen für Phantasten oder Betrüger. Trotzdem macht auch ihr einstimmiges Zeugnis den Glauben nicht überflüssig.
Im Gegenteil! Jeder, der dieses Zeugnis hört, muss sich neu dafür entscheiden, ob er ihm glaubt und seine Hoffnung darauf setzt, dass Gott auch ihn einmal wie Jesus vom Tod auferwecken wird. Ermöglicht wird solcher Glaube dadurch, dass sich Jesus bis heute immer wieder neu als der Lebendige unter uns zu erkennen gibt.
Klaus Jürgen Diehl 
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