Unbenanntes Dokument


W
Weißt du,
wie viel
Sternlein
stehen?

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Der Herr führte Abram hinaus und sprach: Sieh doch zum Himmel hinauf, und zähl die Sterne, wenn du sie zählen kannst. Und er sprach zu ihm: So zahlreich werden deine Nachkommen sein. Abram glaubte dem Herrn, und der Herr rechnete es ihm als Gerechtigkeit an.

Genesis 15, 5-6

 

 

Ich suche nicht den Stern von Bethlehem. Ich suche nicht den Großen Bären. Ich suche nicht einmal das Geheimnis des Steinbocks, meine astrologische Mitgift, die vielleicht ein Schlüssel sein könnte für manche rätselhafte Kondition. Ich will nur hinaustreten unter den Sternenhimmel und schauen. Schauen und staunen. Staunen und verehren.

Christlich ist das noch lange nicht. Abrahams Sternstunde war Gottes Sprechstunde. Und diese Sprechstunde ist allen zugänglich. Den Dörflern eher als den Städtern, denen man den Sternenhimmel ausblendet, damit sie mehr einkaufen. Die Sprechstunde Gottes unterm Sternenhimmel ist für alle da, aber nicht alle hören die Stimme der Verheißung. Abraham verstand. Deshalb ist er der Vater des Glaubens.

Christlich ist das noch lange nicht. Doch der Weg des Staunens ist verheißungsvoll.

 

 

Michael Graff

 

 




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