Denken
und
Glauben
1.Impuls
Denken und Glauben – stehen diese beiden Dimensionen einander wirklich so feindlich gegenüber, dass man sie besser gar nicht erst in Verbindung bringen sollte? „Das musst du eben glauben“, heißt der bekannte Satz, den wir oft hören oder auch selbst verwenden. „Gläubige“ gebrauchen ihn gelegentlich, was sich in einer naiven Art eher wie eine Schutzbehauptung anfühlt. Dem steht die andere Meinung gegenüber: Das Denken sei eine in sich derart geordnete und an den Voraussetzungen der Naturwissenschaften orientierte Dimension, dass ein konsequent denkender Mensch eben keinen Zugang zu dem gewinnen kann, was man unter „Glaube“ oder „glauben“ versteht. Dieser „Denkende“ sagt in der Primitivform: „Ich glaube nur, was ich sehe.“
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