
Versprochen
ist versprochen.
„Mama, versprochen ist versprochen.“ So spricht die vierjährige Tochter zur Mutter. Vielleicht geht es um etwas Süßes, um eine kleine Puppe, oder um das Vorlesen abends vor dem Einschlafen. Kinder haben den Trick voll drauf, man muss die Erwachsenen an ihre Worte und Zusagen erinnern. Das macht Mütter und sogar Väter sozusagen „an“, hier wird Vertrauen angemahnt. Und wer mag da schon versagen? Und der Kindermund hat ja Recht, auch wenn es eine ganz kleine „Erpressung“ ist. Es gehört zum Gelingen aller Beziehungen, ob in Freundschaften, Ehen, Familien, oder auch in der kleinen und großen Politik: versprochen ist versprochen.
Wie es dem Kind geht, so geht es auch erwachsenen Menschen. Wir suchen Verlässlichkeit und so die Möglichkeit des Vertrauens. Man kann auch sagen, wir sehnen uns nach Treue. Wem kann ich trauen? Wird er oder sie zu seinem, zu ihrem Wort stehen? Es tut gut, wenn man nicht auseinander rennen musste. Weil irgendwer und irgendwas trieb.
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