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Von der
himmlischen
Geduld

 

 

Das eine aber, liebe Brüder, dürft ihr nicht übersehen: dass beim Herrn ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag sind. Der Herr zögert nicht mit der Erfüllung der Verheißung, wie einige meinen, die von Verzögerung reden; er ist nur geduldig mit euch, weil er nicht will, dass jemand zugrunde geht, sondern dass alle sich bekehren.

 

2. Petrus 3, 8-9

 

 

 

Geduld, mahnen die, die zufrieden sein können. Schneller, rufen jene, die ihre Lage nicht mehr gut aushalten. Nun macht doch, wir gehen zugrunde.

 

Der russische Winter beispielsweise. Unsere Welt schnallt den Gürtel enger. Wie groß er ist, der Hungergürtel, als ob er wächst! Die ersten Ausläufer erreichen Deutschland. Geduld?

 

Gottes Geduld ist nicht unser Amt. Wir sollen »den Tag Gottes erwarten und seine Ankunft beschleunigen«! Wer da von Geduld spricht und das große Verhungern einkalkuliert, hat auf tödliche Weise Gott und Mensch verwechselt.

 

Ein geduldiger Advent ist gar keiner.

 

 

Michael Graff

 




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