
Stellen Sie sich vor, es ist Weihnachten und keiner geht hin.
Kaum nachvollziehbar, dieser Satz. Wo wegen Weihnachten doch fast alle unterwegs sind. Aus diesem Grund haben die Geschäfte bis in den späten Abend geöffnet. Auch am Samstag. Und vielerorts auch noch sonntags. Weihnachten ist überall. Musikalisch träumt man von „White Christmas“ und von Glocken, „die süßer nicht klingen“. Personifiziert wird das Fest durch den Weihnachtsmann, der an Strickleitern Hauswände erklimmt, am Eingang von Supermärkten steht und als Miniaturausgabe im Schokoladenregal. Psychologen und Ärzte warnen vor einem Übermaß, die einen an Konflikten, die andern an Kalorien. Etliche Zeitgenossen fliehen vor dem „Weihnachtstrubel“. Und tauschen ihn an fernen Gestaden oder in den Bergen gegen andere Betriebsamkeiten. Also: Weihnachten, wie alle Jahre wieder. Und alle machen mit.
Das erste Weihnachten war ganz anders und viel aufregender. Da kam Gott (!) als Mensch in unsere Welt. Als neugeborenes Kind mit dem Namen Jesus. In einem Provinznest. Die ersten, die ihn sahen, waren Hirten und Gelehrte. Soziale Schichtung und äußere Umstände waren vollkommen unwichtig. Das Entscheidende beim ersten Weihnachten war die Begegnung. Die Begegnung mit dem Gott, der auf die Erde kommt, um seinen Menschen nahe zu sein.
Das muss man einfach einmal so klar sagen. Denn auch an diesem Weihnachtsfest sind sehr viele wieder auf der Parallelveranstaltung (siehe oben). Dabei wartet Gott auf Menschen, die ihm begegnen wollen. Herkunft, Vergangenheit, Können und Position zählen dabei nicht. Er wartet. Nicht als einer, der Macht ausüben, der Druck machen, der fordern will. Er wartet als Kind. Keiner braucht also Angst zu haben. Jeder kann kommen. Keiner muss sich vor ihm fürchten. Er kann sich das leisten. Er ist Gott.
Und wie ist das mit Ihnen? Wie feiern Sie in diesem Jahr Weihnachten? Machen Sie es doch einmal ganz anders. Nutzen Sie die Gelegenheit, Gott zu begegnen. Er wartet auf Sie. Kommen Sie zum Christkind, kommen Sie zu Gott. Begegnen Sie ihm. Das ist Sinn und Ziel von Weihnachten.
Es könnte ihr schönstes Weihnachtsfest werden.
Stellen Sie sich vor:
Es ist Weihnachten!
Und Sie gehen hin.
Dieter Kohl 
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