Ehre
sei Gott
in der Tiefe.
Oben und unten. Höhe und Tiefe. Mit den theologischen Himmelsrichtungen haben wir es gerade zu Weihnachten schwer. Christen und Heiden gleichermaßen. „Ehre sei Gott in der Höhe.“ So singen laut Lukas, Kapitel 2 die himmlischen Heerscharen. Diese Richtung geht nach oben, dorthin, wohin auch der neu ernannte Weltfußballer Kaka seinen Finger hebt, wenn er ein Tor gemacht hat. Er bekennt sich als ein bewusster Christ, der nach seiner Karriere evangelischer Pastor werden möchte.
Doch das Entscheidende der Weihnachtsbotschaft findet ganz unten in der Tiefe statt. In der Futterkrippe eines Stalles in Bethlehem liegt ein Baby, das gewiss auch schreit, wenn die Windeln voll sind und der Mund nach der Brust der Mutter verlangt. Mama Maria heißt die Mutter. Pampers und Fläschchen mit Schnuller gab es damals noch nicht. Was hoch oben mit allen himmlisch verfügbaren Mitteln des Triumphes und der Freude dargestellt wird, ist in der Tiefe zu finden. Ganz unten, tiefer geht es nicht. Und doch ist der Weihnachtsjubel hoch oben absolut wichtig, weil er zeigt und hören lässt, welch ein gewaltiges Geschehen Gott hier angerichtet hat. „Euch ist heute der Heiland geboren.“
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