
Ein gewaltiger Ruf dringt hinein in diese Welt. Das ganze Universum wird von ihm erfüllt. Er hallt von allen Sternen wieder. Er hat universale Bedeutung. Doch kommt er auch ganz still in unsere Köpfe und Herzen. Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes tritt ein in unsere Todeswelt und ruft die Revolution aus, die alles auf den Kopf stellt. Keine Evolution, die lediglich die Weiterentwicklung des Vorhandenen ist. Es ist die Revolution, die mit keinen Vorbildern anderer Art verglichen und erklärt werden kann. LEBEN heißt sie und ER selbst ist das Leben. Das Geheimnis ist groß, gewiss, doch es ist bereits mitten unter uns. Wie damals, als die verängstigten Jünger nach dem Kreuzestod ihres Herrn hinter von innen verrammelten Türen saßen und plötzlich trat Christus in seiner Macht in ihre Mitte ein. Durch Türen und Wände hindurch. „Friede sei mit euch“ sagte er zu ihnen. Das war kein physikalisches Ereignis, gar nur ein Traum, nein, Er war es selbst, der Lebendige. Die Dimension „ewiges Leben“ kehrte in das Gefängnis der Angst ein. Er sprach „Friede sei mit euch“ und „da wurden die Jünger froh“, lesen wir. Seither spricht der Glaube „Es ist alles neu geworden“ Noch unter den Bedingungen der alten Welt, noch zeichenhaft, doch unser Dasein ist nun ganz auf Zukunft hin angelegt.
Das Jahreswort 2008 ist voller Kraft. Es will uns in den 366 Tagen vorangehen und umgeben. „Jesus geh voran auf der Lebensbahn.“ Er geht uns voran „auf der Lebensbahn.“ Man hänge sich dieses Jesus-Wort auf einer Karte über den Schreibtisch, klebe es sich an den Küchenschrank, befestige es im Cockpit des Autos. Ich werde es am 1. Januar tun. Dieses Wort kann uns tief verwandeln. Weil der Geist es in unser Innerstes trägt.
Denn Leben ist nicht nur essen, trinken und verdauen. Leben ist nicht nur neue Klamotten, Kühlschränke, Fernseher, Autos und Laptops. Leben ist sogar mehr als Gesundheit und Erfolg. „Ich lebe“ ist die Ansage vom Herrn und Heiland der Welt, dass ab nun „das Alte“ nicht mehr gilt, weil „das Neue“ mitten unter uns ist. Christus hat den Tod besiegt. Der am Kreuz hingerichtete Jesus ist aus dem Grab gekommen. Seit sein Grab damals zerborsten ist, haben nun alle Gräber auf Erden einen tiefen Riss. Die Gräber auf dem Friedhof, doch auch die Gräber der Verzweiflungen und Ausweglosigkeiten aller Art haben einen Riss auf Hoffnung hin bekommen.
„Und ihr sollt auch leben“ ist Zusage und Aufruf in einem. Eine unglaublich starke Zusage. Christus lässt uns an seiner Auferstehung teilhaben. Ihr müsst nicht mehr vor euch her taumeln, nicht mehr alles unter dem Vorzeichen der Negation tun. Gewiss, wir sind endlich und vergänglich, also sterblich, unser konkretes Leben ist fragmentarisch, hier darf nichts verschleiert werden. Doch jetzt steht für Zeit und Ewigkeit das Vorzeichen: „und ihr sollt auch leben“ vor allem, was wir sind und sein werden. Es überwindet auch unser Versagen und unsere Niederlagen. Weil Christus lebt, können wir Menschen nicht nur etwas besser, sondern ganz neu leben. Der Glaube ist das Experiment, es zu wagen.
Johannes Hansen 
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