Dein Leben soll gelingen
Gott meint es gut mit dir
Es will wohl jeder Mensch, dass sein Leben gelingt. Das Dumme ist nur: es gelingt nicht jedem. Dabei haben doch die meisten von uns beim Start nicht mal schlechte Voraussetzungen. Und dennoch ist es so: Der eine schafft es und der andere nicht. Warum? Sind es Zufälle? Sind es glückliche Umstände? Oder kann man vielleicht selbst etwas dafür?
Es gibt Kräfte, die unser Leben beeinflussen. Könnten Sie sich denken, dass diese Kraft Gott ist, der Gott, der Sie geschaffen hat und der, wie jeder gute Vater oder jede gute Mutter, ein vitales Interesse daran hat, dass es Ihnen gut geht und dass Ihr Leben gelingt?
Viele Menschen nehmen ihr Leben selbst in die Hand, entweder, weil sie nicht wissen, dass da einer ist, der sich um ihr Glück kümmern will, weil sie nicht wissen, wie man mit diesem Gott in Kontakt kommen kann, oder weil sie sich von Gott einfach nichts sagen lassen wollen.
Und dann erleben Menschen immer wieder, dass Gott eingreift und ihr Leben in eine Schieflage kommen lässt. Er tut das nicht um zu strafen, auch nicht aus verletzter Eitelkeit, sondern, um aus Ihnen eine Persönlichkeit zu bilden, die das „Alles-selbst-in-die-Hand-nehmen-wollen“ ablegt, und lernt, auf Gottes Zeit und Wegweisung zu hören und zu vertrauen. So eigenartig es klingt: Krisen und Scheitern können Liebeserweise Gottes sein!
Wenn Gott uns an Grenzen führt, dann tut er das nicht, um unser Selbstbewusstsein zu brechen, sondern um uns unsere Selbstherrlichkeit und unsere Selbstverliebtheit zu nehmen. Die stehen nämlich unserem Lebensglück im Wege, sie zerstören mich und – was manchmal noch schlimmer ist, auch die Menschen um mich herum. Der französische Mathematiker und Philosoph Pascal hat einmal gesagt: „Gott zu brauchen ist des Menschen höchste Vollkommenheit“.
Ein Mensch der weiß, dass er Gott braucht, glaubt, dass Gott es gut mit ihm meint. Und wer lernt, darauf zu vertrauen, dass Gott uns nicht einengen sondern befreien will, ist auf dem besten Wege zu einem gelingenden Leben.
Eines muss noch gesagt werden: Auch da, wo ein Mensch im Vertrauen zu Gott lebt, wird immer wieder Leid das Leben begleiten, denn alles was lebt, leidet auch. Auch Gott musste leiden, als er in der Person Jesu den Menschen ganz nahe kam. Aber auch tiefes Leiden kann sich verwandeln, wenn ein Mensch dem Versprechen Gottes vertraut: Ich werde alle Tränen abwischen und es wird kein Leid mehr sein, wenn Gott und Mensch in einem neuen Sein untrennbar verbunden sind.
Eckard Krause

|