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Bist du gegen mich?

Gott liebt die Menschen, obwohl sie so sind, wie sie sind.

 

Stellen Sie sich einmal vor, es würde stimmen, was man über Jesus von Nazareth sagt: In der Person des Jesus macht sich der unsichtbare Gott sichtbar, damit die Menschen sehen können, wie Gott wirklich ist.

Aber was konnte man denn an Jesus sehen? Jesus von Nazareth war ein gewaltiger Prediger, der die Massen begeisterte. Er war ein Wundertäter, ein Sozialreformer, ein Guru, einer, der die Menschen an ewige Wahrheiten heranführte.

Stimmt!

Aber das haben andere vor ihm und nach ihm auch getan. Darin war Jesus nicht einzigartig. Das besondere an ihm war seine Art mit Menschen umzugehen. Er sah durch ihre oft schönen und dekorativen Masken hindurch. Er erkannte die Abgründe und Perversionen in ihnen, die Dunkelheiten ihrer Biographien, kurz: er sah die Menschen, wie sie wirklich sind. Und je mehr er von ihrer wahren Wirklichkeit erkannte, um so mehr mochte er sie.

Das ist das Besondere: Er liebt die Menschen trotz oder gerade wegen all der Dinge, die sie in sich tragen und vor anderen zu verbergen suchen. Darin ist er einzigartig! Und Jesus sagt: „So ist Gott!“ Er nennt Gott einen Vater, der nicht anders kann, als seine Kinder zu lieben. Auch und gerade wenn sie ganz anders sind, als er sich das mal gewünscht hat und es gut für sie wäre.

Aber stimmt das denn? Ist Gott wirklich so? Gibt es da nicht die Geschichte von der Vertreibung aus dem Paradies? Von der Geschichte, in der der Mensch einen Fehler machte und Grenzen überschritt. Und worauf dann der Rausschmiss aus dem Paradies folgte? Richtig, das mit dem Rausschmiss stimmt. Aber der Grund dafür waren nicht der Fehler und die Grenzüberschreitung. Wir Menschen überschreiten laufend Grenzen und werden an anderen, an der Schöpfung und an Gott schuldig. Schuldig werden gehört zum Leben des Menschen wie Essen und Trinken.

Die Vertreibung aus dem Paradies war unumgänglich, weil der schuldig gewordene Mensch seine Schuld nicht eingestand, sondern diese immer an andere und schließlich an Gott weitergab. Die Geschichte im Garten Eden wäre sicherlich anders verlaufen, wenn Adam auf Gottes Frage geantwortet hätte: „Vater, entschuldige bitte. Wir haben einen Fehler gemacht. Es tut uns Leid.“ Aber Adam – und für Adam können wir den Namen jedes Menschen einsetzen – reagiert anders. Er erklärt sein Handeln für Recht und setzt Gott damit ins Unrecht!

Genau das will uns Jesus deutlich machen. Gott liebt Sie mit all Ihren Fehlern und Abgründen. Und wenn Sie ihm Recht geben, hört er nicht auf, Sie zu lieben. Und er schenkt Ihnen die Kraft zur Verwandlung!

Was können Sie dann noch gegen ihn haben?

 

Eckard Krause

 

 

 




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