Die nächste Ausgabe von Atemholen erscheint am 4. Advents-Sonntag, dem 21. Dezember.

Als Jesus sah, dass sie folgten, fragte er: Was wollt ihr? Sie sagten: Wo wohnst du? Er aber antwortete: Kommt und seht!... »weiter

Michl Graff
Weil du Ja zu mir sagst  

Zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele.
Mein Gott, auf dich vertraue ich.
Lass mich nicht scheitern,
lass meine Feinde nicht triumphieren!
Denn niemand, der auf dich hofft, wird zuschanden.
(Psalm 25, 1-3)

Eine müde Hand beim Versuch, die winzige Wohnung – Fensterblick frei zum Parkhaus – in eine heimelige Adventsstube zu verwandeln. Strohsterne, einst von Freunden angefertigt und liebevoll über die Jahre gerettet. Tannengrün, kein Kranz, denn das erinnert sie immer so an den Friedhof, aber doch ein Gesteck mit roter Kerze, rot muss sie sein. Und das wackelige Engelchen vom Kinderzimmer, Erinnerung an große Erwartungen. Inzwischen hat sie nichts mehr zu erwarten. Nichts. Sie will auch nichts ins Fenster hängen. Für die glotzenden Autos dekorieren? Die müde Hand fällt.

Kraftvoll unterbricht der Eröffnungsvers die Resignation. Deine Seele erhebt sich. Du wirst nicht scheitern. Deine Feinde – wer sind deine Feinde, bist du dir selbst spinnefeind geworden? – deine Feinde werden nicht triumphieren. Schau dich um. Nimm den grünen Zweig, den kleinen Barbarazweig, er wird blühen, blühen! Und sei deine Hoffnung noch so winzig, ich weiß, du zählst zum Kreis der Kleingläubigen: du wirst nicht zuschanden werden. So eröffnet Jahr für Jahr die Kirche den Advent. Nicht weinerlich, nicht einmal sehr besinnlich, sondern kraftvoll. Advent, Ankunft!

Johannes Hansen
Advent

... Das wäre ein Advent. Christus ist bei uns angekommen. Wunderbar, er ist bei mir angekommen. Ich wollte mich nicht mehr verstecken, darum öffnete ich ihm die Tür. Nicht weil ich so fromm und gut bin. Gott ist so gut zu mir. Ich bin von Freude überrascht worden. Nun ist die Freude des Glaubens in mein Leben eingezogen. So kann durch ein Wort der Bibel die Biografie eines Menschen völlig verändert werden. „Und sie fingen an fröhlich zu sein.“ So war es beim Fest im Hause des Vaters. Und dieses Fest geht weiter und weiter und kommt bei Ihnen, kommt bei dir an. »weiterlesen


Vorbote der Weihnachtsfreude
Es war eine ruhige Woche gewesen. Die Tage waren schnell vergangen und der Besuch der alten Freundin ging zu Ende. Für die Jahreszeit war es eigentlich zu warm, an der Kletterrose hingen noch viele grüne Blätter. Ein letzter Spaziergang durch die kühle Stille des Waldes lag hinter ihnen. Serafina und ihre Freundin standen am Zaun der Weide ... »weiterlesen