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Atemholen Nr. 674 - 10. Mai 2020

So fängt alles an.

Markus 1, 16 - 20

Plötzlich stand Jesus vor ihnen. Simon und Andreas warfen gerade ihre Wurfnetze ins Meer. Ohne sich vorzustellen: „Hallo, ich bin Jesus, darf ich einmal kurz mit euch reden?“

Er war einfach da und sprach zu ihnen: „Folgt mir nach, ich will euch zu Menschenfischern machen.“ Er entschuldigte sich auch nicht für die Unterbrechung ihrer Arbeit. „Tut mir leid, dass ich euch störe.“ Sie lebten doch vom Fischfang und daheim wartete eine Familie, die von dem lebte, was die Männer an Fischen auf den Markt brachten. Nein, Jesus stand da und sagte: Geht mit mir, ich habe etwas total Neues mit euch vor, ihr sollt Menschen zu Gott führen. Das wird ab jetzt euer Beruf sein. Nicht nur heute, sondern für immer.

Und es passiert das total Verrückte, so mussten es alle Kollegen am See doch verstehen: „Sofort verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach.“ Dem Evangelisten Markus, der diese Geschichte erzählt hat, lag an der Klarheit und Präzision seines Berichtes. Hier wird nichts psychologisiert und diskutiert und problematisiert, hier geschieht etwas, was im Leben dieser beiden Männer so noch nie geschehen war. Sie wurden durch Jesus mitten im Leben buchstäblich „ver – rückt“. „Christus hat mich ergriffen“, sagt Paulus einmal, genau das geschieht auch hier am See.

Es ging übrigens gleich weiter. Vielleicht 50 Meter entfernt waren die Fischer Jakobus und sein Bruder Johannes bei der Arbeit. Sie saßen mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und flickten die Netze. Jesus rief die beiden Brüder und sie verließen sofort ihr Boot, die Netze und sogar den  Vater und ihre Lohnarbeiter und gingen mit Jesus fort.

Woher nahm dieser Jesus von Nazareth seine Macht über die Männer? War es Suggestion, das Charisma einer starken Persönlichkeit mit einer ungewöhnlichen Ausstrahlung? Auch das wird hier nicht analysiert, es gibt nur den Mann Jesus, der einen klaren Satz an die Männer richtet und sie folgen ihm.

Das Evangelium will für damals und heute klar machen, dass Gott in diesem Jesus zu uns auf die Welt gekommen ist und Jesus eben in der Macht Gottes Berufungen ausspricht. Sätze, die das ganze Leben herumholen und Menschen so umkehrt, dass ihr gesamtes Leben in eine neue Spur kommt.

So war es damals, als die Männer Jünger wurden, was auch Schüler heißt. Sie lernten Jesus kennen, hörten ihn von Gottes Eingreifen in diese Welt  predigen, es war die Botschaft vom „Reich Gottes“ in dieser Welt. Gott holt sich seine Welt zurück, er will euch nicht ohne Gott in der Welt sein lassen. Sie hatten gewiss ungezählte Gespräche mit ihm und wurden so zu Aposteln, das heißt zu Gesandten, zu Botschaftern Gottes auf unserer Erde. „Berufene“ heißen sie in den Briefen der Apostel.

Und so geht es weiter.

Wir befinden uns mit dieser Berufungsgeschichte nicht in einem Museum für religiöse Altertümer, in dem wir uralte Dokumente unter Glasplatten betrachten. Diese alte Geschichte ist total modern. Sie geht immer weiter, wenn sie neu erzählt wird und Menschen mit ihr in Berührung kommen. Auch die Geschichte vom See Genezareth ist weit nach Ostern, also nach dem Tod Jesu am Kreuz und nach seiner Auferstehung von den Toten und nach Pfingsten aufgeschrieben und immer neu erzählt worden – bis heute.  So kommt der Lebendige jetzt mit uns ins Gespräch.

Sein Ruf von damals „Folgt mir nach“ wird heute durch eine Predigt und durch die Über-setzung des Evangeliums in unser Herz und unseren Kopf hinein für uns brandneu und total aktuell. Der heilige Geist – das ist die unsichtbare Kraft Gottes – trägt den Ruf Jesu tief in uns hinein.

Jetzt, wo du es liest, heute, wo auch immer du bist, hier, ruft dich Jesus zur Umkehr. „Siehe, ich mache alles neu“ - heißt es aus dem Mund des Auferstandenen. „Ist jemand in Christus (drin), dann ist er eine neue Kreatur (Schöpfung), das Alte ist vergangen, siehe Neues ist geworden.“ So hat Paulus es genannt.

Aber was nun ? Soll ich jetzt etwa in meiner Firma kündigen? Einfach die Schule, abbrechen? Mein Haus mit Frau und Kindern verlassen? Mit Jesuslatschen wie ein Hippie durch die Straßen laufen und an den Ecken den Glauben laut ausbrüllen? Dann würden sie mich wirklich als einen Verrückten in die nächste Anstalt bringen.

Gut, es gibt Berufungen, die in die Mission, oder ins Studium der Theologie und so in eine Gemeinde führen. Oder ein Banker wird zum Diakon. So etwas hat es immer wieder gegeben, bei mir auch. Der Normalfall ist  jedoch, dass Jesus Christus der Chef in einem Leben wird. Ab jetzt gelten nicht irgendwelche christlichen „Werte“, es geht um eine Verwandlung der ganzen Existenz. Es passiert eine existentielle Grundentscheidung für Jesus Christus als Reaktion (!) auf die Aktion Gottes für uns. Es gibt kein neues Blut, keine andere Hautfarbe, keine neue Haarfarbe (es sei denn durch den Friseur), auch kein Abstellen des Verstandes und keine permanent religiösen Gefühle. Es geht um einen Richtungswechsel, um Umkehr und ein Leben in unaufkündbarer Verbundenheit mit Christus und Gott, zu dem er uns brachte. Bitte, keine Frömmelei, die ist nur peinlich, sondern total normal Christ sein. Aber mit Freude in Herz und Verstand. So kommt heute das Ufer des Meeres von damals hinein in die Zeilen auf dem Monitor vor deiner Nase. „Folge mir nach“ – sagte Jesus, das sagt er auch heute. Ganz still, doch deutlich.

Was sollen wir denn verlassen? Unser von Gott getrenntes Leben ist es nicht wert, weiter gelebt zu werden. Schluss, aus, Ende der Veranstaltung. Was sagte mein Freund Fritz Schwarz?: „Christen sind Leute, für die Jesus konkurrenzlos wichtig geworden ist.“

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