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Auf der Suche

Mit Gott kann ich nichts anfangen.“ Oft gehört und gut zu erstehen. Das Wort Gott enthält vier Buchstaben, sonst inhaltlich doch nichts. Es ist offen für ganz verschiedene Füllungen. Wer meint, er brauche ein Bild von Gott, eine Gottes-Vorstellung, der wird bei der Frage nach Gott nicht weiterkommen.

„Einen Gott, den es gibt, den gibt es nicht.“ Dietrich Bonhoeffer, der 1944 im KZ starb, hat es gesagt. Den Mount Everest „gibt es“, wie auch den Stuhl, auf dem ich sitze. Doch Gott „gibt es“ so nicht. Könnte man ihn mit den Maßstäben unserer Erde beweisen, wäre er ein Teil seiner eigenen Schöpfung und nicht der Schöpfer aller Dinge, der seinem Werk gegenübersteht wie ein großer Maler seinem Gemälde.

Was meinen denn Menschen, wenn sie bekennen. „Ich glaube an Gott.“ Der Atheist verweigert den Glauben an Gott, doch welchen meint er denn?

Der Christ vertraut dem Gott, der sich von sich aus bekannt gemacht hat. „Gott hat niemand gesehen“, dieser scheinbar atheistische Satz steht in der Bibel, doch er geht weiter: „Doch sein einziger Sohn, der den Vater genau kennt, hat uns gezeigt, wer Gott ist“. Gott stellt sich uns vor in dem Menschen Jesus von Nazareth, in dem er selbst zu uns kam. Gott entdecken heißt Jesus entdecken.

Gott entdecken beginnt oft ganz leise und geht ein Leben lang weiter. Jesus ist die Tür zu Gott. Jemand geht hindurch und kommt an. Bei Gott. Doch es gibt noch viele Fragen.

Wir wählen den Begriff Abenteuer, weil er viel von Entdeckungen, von neuen Ländern, von dramatischen Erfahrungen und Überraschungen in sich trägt. Als Kinder lasen wir gerne Abenteuerromane, doch auch als Erwachsene ist die Abenteuerlust nicht ganz aus uns gewichen. Es hat auch mit der Flucht vor der Langeweile zu tun, die ein Alltagsleben mit sich bringt. Dennoch muss ein Abenteurer kein oberflächlicher Träumer sein, er will Neues entdecken, damit sein Leben interessant wird. Gerade las man von zwei Radfahrern, die die ganze Welt auf dem Fahrrad umkreist hatten. Abenteurer, - was haben sie wohl erlebt.

Auch der Glaube kann wie ein Abenteuer erlebt werden. Über die biblische Gestalt Abrahams gibt es ein Buch mit dem Titel „Abenteurer auf Befehl“ und eine kluge Frau nannte ihr Buch : „Christ sein, ein Abenteuer“. Doch wer wagt das Abenteuer mit Gott? Jeder Mensch hat hier seine eigenen Erfahrungen. Wir wollen sie achten und miteinander darüber ins Gespräch kommen.

„Mit Gott kann ich nichts anfangen.“

„Mit Gott kann ich nichts anfangen.“ Oft gehört, doch was ist gemeint? Es kann daran liegen, dass jemand prinzipiell auf Gegenkurs ist und sich nicht reinreden lassen will, auch von einem Gott nicht.

Viele nennen sich darum Atheisten. A - Theist heißt : „ohne Gott“. Atheismus ist „negative Theologie“, denn er hat es ständig mit Gott zu tun. „Was mir an den Atheisten nicht gefällt“, hat Heinrich Böll gesagt, „sie reden ständig von Gott.“ Böll hatte Probleme mit seiner Kirche, doch er war als Christ ein kritischer Beobachter. Die Ursache können auch Erkenntnisprobleme sein. Jemand kann sich einfach nicht vorstellen, dass es Gott gibt und der Mensch eine Beziehung zu Gott haben kann. Wer hier Probleme hat, muss sich nicht wundern. Es liegt nicht unbedingt nur an ihm, dem Skeptiker oder Zweifler, sondern an dem „Namen Gottes“ selbst. Der Distanzierte ist Gott möglicherweise oft näher, als mancher, der drauflos faselt, wenn er von Gott redet, als handle es sich dabei um eine Selbstverständlichkeit. Gott gibt es für ihn wie sein Auto und den Nachbarn und das Konto auf der Bank. Wer diesem oberflächlichen Gottesglauben nicht traut, der kann schon auf dem richtigen Weg sein. Denn Gott sei Dank gibt es das nicht, was sich viele Menschen über Gott vorstellen.

So bitten wir auch atheistische Freunde, dass sie prüfen, welchen „Gott“ sie eigentlich meinen. Es könnte ja eine Art „Pappkamerad“ wie auf dem Schießstand sein, auf den sie schießen. Da sollte man bei Albert Camus nachsehen, der sich seinen Atheismus nicht leicht machte. „Man täusche sich nicht, Atheismus ist ein schwieriges Metier.“ Man merke, wir sind bereits mitten drin im geistigen Abenteuer der Frage nach Gott. Doch hier müssen wir uns auch geistig selbst in die Pflicht nehmen. BILD macht Meinung mit einfachsten Sätzen. „BILD dir eine Meinung.“ So steht es an den Plakatwänden. Gott entdecken heißt tiefer schürfen, heißt Zeit haben und richtig nachdenken. Kopfarbeit ist gefragt.

"Gott – das Beladenste aller Menschenworte."

Die Vokabel „Gott“ hat in unserer deutschen Sprache vier gewöhnliche Buchstaben. Dieses Wort ist auf gefährliche Weise offen für ganz verschiedene Füllungen. Man kann es gebrauchen wie einen Eimer, es lässt sich alles hineinfüllen, von der Milch über klares Wasser bis zur Jauche. Es sei „das Beladenste aller Menschenworte“, hat der jüdische Philosoph Martin Buber gesagt. Der „Name des HERRN“ ist für das Volk Israel, mit dem wir Christen die Bibel teilen, ein tiefes Geheimnis. In Israel heißt Gott „Jahwe“ und dieser Name, der anders ist als ein Menschenname, wird im Alten Testament der Bibel meist mit „HERR“ übersetzt. „Und Jahwe (der HERR) sprach“, so beginnt der Prophet Jeremia den Bericht von seiner Berufung. (Jeremia 1, Vers 4) Der Name Gottes wird in der Bibel als etwas unsagbar Kostbares behandelt: „Der da wohnt in einem Licht, zu dem niemand kommen kann, den kein Mensch gesehen hat, noch sehen kann. Dem sei Ehre und ewige Macht.“ (1. Timotheus 6, Vers 16) Hier wird deutlich, dass Gott sich nicht durch den Menschen in den Griff nehmen, in einen Begriff packen lässt. Hier stoßen wir an die Grenzen der Sprache. Das hat natürlich seine besondere Bedeutung für unser Fragen nach Gott.

"Ich werde sein, der ich sein werde."

Als Moses von Gott den Auftrag bekam, das Volk Gottes aus der Gefangenschaft in Ägypten in die Freiheit zu führen - „let my people go“ - sagte er zu Gott: „Sie (die Israeliten) werden mich fragen : Wie ist sein Name? Was soll ich ihnen sagen?" Gott sprach zu Moses : "Ich werde sein, der sich sein werde. So sollst du zu den Israeliten sagen : Ich werde sein, der hat mich zu euch gesandt.“ (2. Moses 3, 13- 14) Ein Name, der kein Name in unserem Sinne ist. Er ist eine Provokation. Hier haben wir es mit dem Urgestein der so genannten Gottesfrage zu tun. Gott ist nicht fassbar, nicht begreifbar, nicht einfach brauchbar – er ist der FREIE schlechthin und wird nur immer neu im Abenteuer des Aufbruchs, des Unterwegssein, im Vertrauen auf das Wort erahnt, verstanden und erfahren. Er entzieht sich allen Vorstellungen, die wir uns machen. Alle Worte, die wir uns für Gott zurechtlegen, platzen vor dem Geheimnis und der Heiligkeit Gottes. Hier liegt auch der tiefe Grund für die Unsichtbarkeit Gottes, an der auch Christen oft leiden. Was sichtbar ist, das ist naturhaft, ist Teil der Schöpfung, während der „lebendige Gott“ – wie ihn die Bibel nennt – allem, was da ist und sichtbar erscheint, gegenüber steht. Man kann ihm in der letzten Konsequenz nur in der Anbetung und im Gehorsam gegenüber seinen Aufträgen begegnen. Und doch müssen wir von Gott reden, wir können ihn nicht verschweigen und unser Reden ist Menschensprache, die aus Bildern und Erfahrungen bestehen. Die Bibel selbst redet ja auch nicht anders. Sie hat keine Geheimsprache, sie ist voller Menschensprache. Nur wissen sollten wir es, dass Gott größer ist als unser Herz und unser Verstand. Manchmal kann ein Gebet auch ein tiefes Schweigen sein.

Das erste Gebot

Wir entdecken Gott im Hören auf seine Worte, im Vertrauen auf seine Zusagen und im Tun dessen, was er uns aufträgt. Das erste Gebot ist die Charta der Freiheit für alle, die Gott wirklich erfahren und ihm gerne gehorchen möchten : „Ich bin der HERR (Jahwe), dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. Du sollst (wirst) keine anderen Götter haben neben mir.“ (2. Moses 20, 2 – 3) Gott will, dass sein Volk und alle, die ihm angehören, in der Freiheit leben, die ihnen Würde in Lebenssinn gibt. FREIHEIT ist ein Hauptwort des in der Bibel beschriebenen Glaubens. Luther hat „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ geschrieben. Das ist ein hoffnungsvoller Ton für alle, die ein erfülltes Leben suchen, das sich nicht nur um sich selbst dreht.

Jesus – der von Gott gesandte Christus

Das Abenteuer Gott geht im Neuen Testament mit Brisanz weiter. Jesus ist der von Gott gesandte Christus, der uns die befreiende Botschaft überbringt, dass Gott aus seinem Geheimnis herausgetreten ist und sich uns durch seinen Sohn bekannt macht. Ganz menschlich, ganz irdisch und himmlisch zugleich. Gleich vorne im Johannesevangelium stehen jene atemberaubenden Sätze, die alles auf den Punkt bringen : „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“(Vers 14) Gott ist durch Jesus Christus Mensch geworden und zu uns gekommen. Das Weihnachtsevangelium! „Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündigt.“ (Vers 18) An Jesus sehen wir, wer Gott ist. Darum heißt Jesus der Christus, dieser Name ist die Summe des ganzen Evangeliums. So nahe kommt uns Gott.

Gott – unser Vater

Nun dürfen wir mit Gott reden, ihn „Vater“ nennen und zu Gott „Du“ sagen. Jesus hat uns diese Erlaubnis überbracht. Wer es noch nicht wagt, ganz persönlich im Gebet zu Gott zu sprechen, der bete das „Vaterunser“, Satz für Satz in innerer Ruhe und sage sein eigenes Amen. Amen bedeutet: ja, so ist es. Dieses Gebet darf wiederholt werden, immer wieder. Mit ihm beten Menschen auf der ganzen weiten Erde. Nicht nur in der Liturgie der Gottesdienste, sondern auf dem Weg zur Arbeit und zur Schule. In schönen und in schweren Stunden. Das „Vater unser“ hat Platz für Millionen und Milliarden Gebete, die Menschen zu Gott hin sprechen. In jede der Bitten packen wir unsere Freude, unsere Sorgen, unsere Hoffnungen und Sehnsucht mit hinein. Es endet immer wieder mit der Anbetung Gottes: „Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.“

"Ich habe keinen Gott, Gott hat mich."

Nun kann jeder wieder zu Gott kommen. Von Gott her ist alles klar, nichts fehlt noch. Da ist der Glaube wie ein Handschlag. Gott streckt uns die Hand entgegen und wir schlagen ein und sagen ein großes DANKE. „Ich habe keinen Gott, Gott hat mich“, so schrieb Ernst Barlach, der von den Nazis verachtete große Bildhauer, dessen starke und doch so tief gebeugte Gestalten wir bewundern. So sprechen Menschen auf verschiedene Weise von ihrer Entdeckung Gottes. „Christus hat mich ergriffen“, hat Saul von Tarsus gesagt, nachdem er von der Wahrheit des Jesus-Christus-Evangeliums umgekehrt und auf einen ganz neuen Weg gebracht wurde. Wir kennen ihn als den Völkermissionar und wohl größten Theologen der Christenheit. In einer Diskussion unter etwa 100 jungen Leuten, die über die Frage geführt wurde, wer ein Christ sei, sagte eine junge Frau : „Ich kann mir mein Leben ohne Jesus Christus nicht mehr vorstellen.“ Ganz und gar nicht sentimental, sondern tief existentiell. So können Menschen bekennen und empfinden, die „Gott in Christus“ entdeckt haben, die sich auf das Abenteuer Gott im Vertrauen auf das Evangelium eingelassen haben.

"Folget mir nach"

Auch jetzt bleiben Christen noch Suchende. Sie wissen, dass Gott sie gefunden hat, doch Gott ist auch jetzt kein Gegenstand, sondern ein Unterwegsgott. „Ich werde sein, der ich sein werde.“ Im Aufbruch entdeckt ein Mensch Gott. Ein Leben lang bleibt er ein Staunender. Gott ist zu groß, zu schön, zu geheimnisvoll, oft auch zu rätselhaft, als dass wir ihn ab jetzt für immer „begriffen“ haben. Erst in Gottes Ewigkeit „werden wir ihn sehen wie er ist“, steht im Neuen Testament. So leben Christen in der Nachfolge Jesu Christi: „Folget mir nach“ - hat er zu seinen Jüngern gesagt. Das ist das Abenteuer des Lebens mit Gott. Ganz bei Jesus, mit Jesus, unterwegs hin zu den Menschen mit der Liebe, die Gott in unsere Herzen legt und der Ermutigung zum Vertrauen auf Gott. So wird jeder Tag ein wenig zum Abenteuer.

Johannes Hansen