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Wenn Gott sich einem in den Lebensweg stellt – das Leiden

Von Paul Gerhard stammen die Worte dieser Lieder, dem Theologen und Dichter aus der Zeit des 30-jährigen Krieges. Ein einziges Portrait kenne ich von ihm, da ist er schon 70 – unter dem Bild steht: er sei „im Sieb des Satans gerüttelt und geprüft“ worden. Als Kind ist ihm der Vater gestorben. Weil er begabt ist, bekommt er ein Stipendium und kann in die Schule gehen. Doch an jedem Schulort bricht die Pest aus. Er bleibt im Internat und überlebt, kann schließlich studieren. Doch als er mit dem Studium fertig ist, bekommt er keine Anstellung: Wer braucht schon einen jungen Pfarrer, wenn über die Hälfte der Menschen im Ort gestorben ist oder geflohen. Als er schließlich eine Stelle bekommt, ist er fast 40. Endlich kann er heiraten und dann sterben ihm 4 von 5 Kindern. Dann mischt sich der Staat ein, der Kurfürst verlangt vom lutherischen Pfarrer, dass er sein Bekenntnis verleugnet oder doch zumindest nicht zu sehr davon redet. Als er die Verpflichtung nicht unterschreibt, wird ihm die Stelle entzogen. Arbeitslos ist er aus Gewissensgründen, da stirbt ihm auch noch die Frau. Mit einem kleinen 6-jährigen Sohn fängt er in einer anderen Stadt neu an. Ihm schreibt er in seinem Testament, er danke Gott: „...für alle seine Güte und Treue, die er mir von meiner Mutter Leibe an bis zur jetzigen Stunde an Leib und Seele und an allem, was er mir gegeben hat, erwiesen hat.“ Gott danken für alles, was er ihm erwiesen hat? Was steht dahinter, wenn ein Mensch bei soviel Leid nicht verzweifelt, sich nicht von Gott abwendet, sondern ihm für alles dankt?

Ist das Leiden auch ein Weg, auf dem man Gott begegnen, auf dem man ihn finden kann? Fast 300 Jahre später schreibt Dietrich Bonhoeffer aus der Haft an seine Eltern, dass ihn nichts so sehr tröstet wie die Lieder von Paul Gerhard. Bis heute werden sie an Krankenbetten und bei Beerdigungen gesungen und gebetet, weil sie bis heute nichts davon verloren haben: Hier kennt ein Mensch das Leid und er zerbricht nicht daran, er rettet seinen Glauben an Gott durch alles hindurch, weil er nicht aufhört nach Gott zu fragen. Und es ist die Erfahrung der Menschen aller Zeiten: Wenn es einem den Boden unter den Füßen wegzieht, und man nacheinander in Schock, Wut, Trauer stürzt, wenn man versucht mit Gott zu verhandeln und alles nichts zu nützen scheint und es keinen Umweg und keine Abkürzung aus dem Leiden gibt, dann schreit man es Gott entgegegen: Wo bist du? Warum tust du mir das an? Hast du mich vergessen? Willst du dich an mir rächen dafür, dass ich dich solange vergessen habe, dass ich nicht tiefer geglaubt habe? Und erst wenn all das Bittere hinausgeschrien, hinausgeweint ist, dann wird es leer in einem, so leer und still, dass man das Neue hören und sehen kann: Nein, Gott ist nicht weg, er hat sich nicht abgewendet, Gott ist da – mitten im Leid. Warum er es einem nicht ersparen kann, ist dann gar nicht mehr so wichtig, jetzt kommt es nur darauf an: Ja, er kennt das Leiden, vielleicht ist er der einzige, dem ich nichts mehr vormachen muss, dem ich meine Angst und meine Zweifel zeigen kann, ihm mit der Wunde an der Seite, ihm mit dem Schrei: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen; dieser Gott ist mir dann nahe und versteht mich in meiner Tiefe.

Petra C. Harring