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Wachsen - die Geduld Gottes stellt einen manchmal hart auf die Probe

Vom Maler Emil Nolde stammt ein Bild, das Gott als einen Gärtner zeigt: Ganz dicht ist sein Kopf über die Blumen gebeugt. Die sprießenden, knospenden Blumen schaut er liebevoll und zugleich ein wenig besorgt, aber auch voller Vorfreude an – so denke ich es mir zumindest, wenn ich das Bild von Nolde anschaue. Ein alter Mann ist Gott auch hier, viel Lebenserfahrung spricht aus seinem Gesicht, viel Geduld. Wer selbst Blumen und Gemüse nicht nur im Laden kauft, sondern selbst sät, pikiert, gießt, jätet, der kennt das: Das Wachsen ist eine ganz sprunghafte Geschichte. Da dauert es schon ein paar Tage bis Wochen bis aus der Erde -nachdem man einen Samen hinein gelegt hat- sich überhaupt ein winziges Keimblättchen regt. Mit der Pflanze oder dem Gemüse, das später einmal daraus werden soll, hat dieses zarte Wesen noch wenig zu tun. Und dann: Nichts – es dauert wieder Tage bis die ersten richtigen Blätter sprießen und die Pflanze größer wird. Dann – meistens im Frühling – gibt es Wochen, da meint man, man kann fast schon zuschauen, wie alles wächst. Es explodiert förmlich, schießt hoch, und dann plötzlich wieder nichts. Nichts rührt sich – zumindest nichts, was der Gärtner sehen kann. Dieses Hin- und her von expolsionsartigem Wachsen und Stillstand verlangt vom Gärtner viel Geduld und das Wissen: so ist es halt einmal, es braucht seine Zeit und alles hat seine unterschiedlichen Phasen. Die Bibel redet oft vom Wachsen: Dass es mit dem Reich Gottes wie mit einem Baum ist und erst Recht mit uns Menschen. Wir werden aufgefordert auf die Größe Christi hin zu wachsen. Ich finde diese Bilder sehr tröstlich – sie erlauben mir, dass mein Glaube manchmal überschwänglich und explosionsartig, ungeschützt ins Kraut schießen darf und sie erlauben mir das Stillstehen, meine Zeit zu haben, in der ich erschöpft bin, mich ausruhen muss, um erst einmal wieder neue Kräfte zu sammeln, denn das Bild von Gott als dem Gärtner erzählt davon, dass er geduldig mit mir ist und mich – auch in meinen dürren Zeiten – mit allem versorgt, was ich zum Leben brauche.

Das weibliche Gegenstück zum Bild vom Gärtner, das man ja auch nicht direkt, sondern nur indirekt in der Bibel findet – ist das Bild von Gott als einer Schwangeren, das sich ganz versteckt in einem Psalm findet. Gott geht mit mir, mit seiner ganzen Welt schwanger – umgibt mich von allen Seiten, hält die Hand über mir, versteht mich und meine Gedanken, weil es zwischen uns eine Art Nabelschnur gibt. Gott beobachtet wie ich wachse und erwartet mich mit geduldiger Ungeduld und ganz viel Sehnsucht im Herzen.

Das Staunen, das Leiden, mein ganzes Leben mit seinem Wachsen und seinem Stillstehen – all das sind Wege, auf denen ich Gott finden kann. Oder ist es so: Nicht ich finde Gott, sondern Gott findet mich in meinem Leben. Es gibt einiges, das kann ich nicht machen, das muss ich reifen und wachsen lassen, vor dem muss ich staunen und das muss ich durchleiden, aber machen kann ich es nicht. Das ist in der Liebe so und mit dem Glauben auch. Er ist ein Geschenk. Doch wer schon einmal erlebt hat, was die Liebe alles an Kräften freisetzen kann, der weiß, dass Gott uns nie aufgeben wird. In den Zeiten, in denen wir zu schwach sind, zu verloren, um noch nach ihm zu suchen, in den Zeiten, in denen wir verirrt und verwirrt sind, da sucht Gott nach uns. Und keiner denke zu gering von sich, nach dem Motto: Mich hat Gott sicher vergessen, ich bin irgendwo liegen geblieben. Die nachfolgende biblische Geschichte protestiert genau dagegen. Jesus erzählt sie seinen Zeitgenossen, als die sich sicher waren, er gibt sich mit menschlichem Abschaum ab, mit Sündern, sagen sie und rümpfen die Nasen. Ziemlich kleinlaut werden die Ankläger geworden sein, als Jesus erzählt, wie sehr Gott sich anstrengt und müht, um ein verlorenes Wesen wiederzufinden. Und vielleicht haben sie gestaunt, wie groß und gütig Gott ist. Und allen anderen, denen geht bei dieser Geschichte das Herz auf. Jesus erzählt:

Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eins von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach, bis er's findet?
Und wenn er's gefunden hat, so legt er sich's auf die Schultern voller Freude.
Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war.
Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.

Petra C. Harring