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Pharisäer-Schelte

Lukas 11,37-54

Durch die Jahrhunderte hindurch werden die Pharisäer und Schriftgelehrten mit Abscheu und Empörung bestraft, gelten sie doch als verlogene Heuchler und Selbstgerechte. Nicht zuletzt deswegen und aufgrund ihrer erbitterten Feindschaft Jesus gegenüber geben sie den Anstoß zu einem durch zwei Jahrtausende wirksamen kirchlichen Antisemitismus. Zur Legitimierung solchen Antisemitismus wurden dabei auch immer wieder neutestamentliche Texte wie der oben angegebene herangezogen. Sagt Jesus darin nicht selber schon von den Pharisäern und Schriftgelehrten, dass von diesem Geschlecht das Blut der Propheten gefordert werde (Vers 50)? Doch wer Jesu harte Schelte über die Pharisäer und Schriftgelehrten als eine endgültige Verurteilung ihres gesamten Standes ansieht, hat ihn missverstanden. Schon der Beginn des Textes müsste ihn irritieren: Jesus nimmt ganz selbstverständlich die Einladung eines Pharisäers zum gemeinsamen Essen an. Er hat offensichtlich nicht die geringsten Berührungsängste und ist keineswegs auf Distanz bedacht.

Aus andern neutestamentlichen Texten wissen wir, dass es auch Pharisäer gab, die Jesus nahe standen wie z.B. Nikodemus oder die sich als Fürsprecher für die urchristliche Gemeinde einsetzten wie etwa Gamaliel. Und dass Jesus trotz seiner harten Worte nicht aufgehört hat, auch Pharisäer für sich zu gewinnen, beweist die erstaunliche Lebensgeschichte des Saulus von Tarsus. Jesus zieht diesen jungen Pharisäer, der die christliche Gemeinde leidenschaftlich bekämpft, auf seine Seite und macht ihn zum Völkermissionar. Dass Jesus in seiner Schelte gegen die Pharisäer so scharf ist, mag auch mit einer gewissen Nähe zumindest zu einem Teil von ihnen zusammenhängen: Es gibt unter ihnen viele, die von einer starken Messiaserwartung erfüllt sind und mit großem Einsatz volksmissionarisch tätig wurden. Sie unterweisen die einfachen Leute im jüdischen Gesetz und halten sie an, es mit seinen zahlreichen Einzelbestimmungen unbedingt zu befolgen. Denn - so ist ihre Überzeugung -würde Israel nur an einem einzigen Tag einmal das ganze Gesetz befolgen, so würde der Messias endlich kommen. Doch im Verfolgen ihrer Ziele legen sie den Menschen mit ihrer Gesetzesauslegung unerträgliche Lasten auf. Statt sich auf das Doppelgebot der Liebe zu konzentrieren, beschweren sie die Menschen mit allen möglichen äußerlichen Verordnungen und Vorschriften und lassen sich als fromme Elite (Pharisäer= die Abgesonderten) vom einfachen Volk feiern.

Text aus: Klaus Jürgen Diehl, In 99 Tagen durch die Bibel, © Brunnen-Verlag
Mit freundlicher Genehmigung des Verfassers. Gemälde Kristina Dittert © 2011